Professionelle Reinigung von DSLR-Kamerasensoren

Wer mit einer digitalen Spiegelreflexkamera fotografiert, wird früher oder später dunkle, störende Flecken auf seinen Fotos erkennen: Staub auf dem Kamerasensor. Wie dieser dort hin kommt, woran man ihn erkennt, und ob man sich davor schützen kann, erklären wir auf unserer Seite CCD-Sensorverschmutzung bei Digitalkameras.


In unserem Online-Shop sind die Green Clean Reinigungsutensilien sofort lieferbar.

Hier wollen wir Ihnen nun zeigen, wie Sie den Kamerasensor mit dem richtigen Equipment auf schonende Weise reinigen können. Wir erklären worauf Sie achten müssen, damit Sie den Sensor nicht beschädigen, und arbeiten uns Schritt für Schritt durch den Reinigungsprozess. Sie werden sehen: Mit dem richtigen Equipment ist die Sensorreinigung eine einfache Angelegenheit, die man nicht fürchten muss, wenn man mit etwas Vorsicht vorgeht.

Eine Sache möchten wir gleich zu Beginn klarstellen: Direkt vor dem Kamerasensor befindet der sogenannte Tiefpassfilter. Dieser besteht aus Glas, und sitzt unmittelbar vor dem Sensor. Wenn man also davon spricht, dass Staub auf dem Sensor liegt, dass der Sensor gereinigt werden muss, ist das genaugenommen falsch.

Der Staub befindet sich auf dem Tiefpassfilter, und bei der Reinigung säubert man nicht den Sensor selbst, sondern diese Glasscheibe.

Wir werden der Einfachheit halber auf dieser Website trotzdem weiterhin von der Reinigung des Sensors und nicht von der Reinigung des Tiefpassfilters sprechen.

Auch möchten wir gleich vorab darauf hinweisen, dass wir selbstverständlich keine Haftung übernehmen, wenn Sie auf Basis unseres Artikels eine Sensorreinigung selbst durchführen und dabei wegen unsachgemäßer Ausführung der Reinigungsschrittte Ihrer Kamera einen Schaden zuführen.

Sorgfältige Sensorreinigung mit professionellen Tools

Stöbert man im Internet nach Informationen zur Reinigung von Digitalkamerasensoren, findet man die unterschiedlichsten Ansätze: Es ist alles vertreten von "Ich reinige meinen Sensor nie - die Flecken entferne ich mit Photoshop®" bis hin zu rabiaten Vorgehensweisen wie "Zum Reinigen klebe ich einen Klebestreifen auf den Sensor, und reiße ihn samt Staubkörnern wieder herunter. Bisher hat's der Sensor überlebt."

Wenn man logisch an die Frage herangeht, wie man den Sensor möglichst schonend reinigen kann, liegt die Antwort zunächst auf der Hand: Am ungefährlichsten ist eine kontaktlose Reinigung. Wenn der Sensor nicht berührt wird, kann man ihn auch nicht verkratzen. Doch wie reinigt man den Sensor, ohne ihn zu berühren?

Eine Möglichkeit ist das Auspusten. Abgesehen davon, dass man den Staub so nicht aus der Kamera herausbekommt, sondern ihn nur neu verteilt, ist diese Variante mit äußerster Vorsicht zu genießen: Pustet man einfach mit dem Mund, landen auch bei größter Vorsicht unweigerlich kleinste Speichel-Tröpfchen auf dem Sensor. Diese setzen sich daran fest, und schon hat man noch mehr Dreck auf dem Sensor, der sich auch noch schwer entfernen lässt, weil die Tröpfchen am Sensor regelrecht festkleben.

Druckluft aus der Dose ist auch nicht besser: Der Druck ist in der Regel viel zu hoch, so dass man Gefahr läuft, die feine Mechanik im Kamerainneren zu beschädigen. Desweiteren besteht hier immer die Gefahr, dass Treibmittel austritt, welches Flecken verursacht, oder sogar die Vergütung des Tiefpassfilters beschädigen kann. Bei einem Kompressor, der ebenfalls meist mit viel zu hohem Druck arbeitet, kann statt Treibmittel Öl oder Kondensat austreten.

Der SpackGrabber zieht Staubpartikel magisch an

Schon besser zur Sensorreinigung geeignet ist der SpeckGrabber der US-amerikanischen Firma Kinetronics. Dieses kleine Tool verfügt über eine stark adhäsive Spitze, die Staub förmlich anzieht. Somit ist eine quasi-kontaklose Entfernung größerer Staubpartikel möglich.

Dazu geht man mit der Spitze des SpeckGrabbers ganz nah an das Staubkorn heran, und sobald man es mit einer Ecke der Spitze berührt, bleibt es sofort daran hängen. Wenn man also ganz vorsichtig arbeitet, kommt man ohne Berührung des Sensors aus. Das ist aber wie gesagt nur bei größeren Staubpartikeln der Fall - alle anderen sind einfach zu klein, als dass man sie aufnehmen könnte, ohne dabei auch den Sensor zu berühren. Und das wiederum birgt die bekannten Risiken wie das Verkratzen oder Verschmieren des Sensors. Weitere Informationen zum SpeckGrabber finden Sie in unserem Testbericht zum SpeckGrabber.

Absaugen der losen Staubpartikel auf dem Sensor

Die bei weitem beste Methode zur kontaklosen Reinigung ist jedoch das Absaugen der Staubpartikel. Hier besteht keinerlei Gefahr, dass man etwas in die Kamera befördert, was da nicht hin soll: Es wird nichts hineingepustet, sondern eben nur herausgeaugt! Locker sitzende Staubpartikel werden so einfach entfernt. Hierbei ist nichts im Spiel, was den Sensor beschädigen könnte: Weder wird die Sensoroberfläche berührt, noch wird irgendetwas in Richtung Sensor geblasen - der Sog verläuft schließlich vom Sensor weg. Man muss lediglich aufpassen, dass man mit der Absaugkanüle nicht aus Versehen den Sensor berührt.

80% der Verunreinigungen auf dem Sensor lassen sich auf diese Weise entfernen. Es gibt aber auch Verschmutzungen, die fest auf dem Sensor anhaften, und somit nicht einfach abgesaugt werden können. Was macht man in diesem Fall? Mit kontaktloser Reinigung kommt man hier nicht weiter. Man muss wohl oder übel den Sensor putzen, und zwar durch Berührung mit Reinigungsinstrumenten.

Der größte Teil von Staubpartikeln auf dem CCD-Sensor einer Digitalkamera lässt sich einfach absaugen. Die verbleibenden Partikel müssen sorgfältig weggewischt werden.

Um festsitzende Verschmutzungen zu entfernen, ist eine Feuchtreinigung nötig. Der Markt bietet dafür eine breite Palette an Produkten, von denen die meisten mehr oder weniger gut funktionieren. Mit speziellen Applikatoren, die mit einer entsprechenden Reinigungslösung benetzt sind, wischt man vorsichtig über den Tiefpassfilter, und löst somit den anhaftenden Schmutz.

Das Green Clean Sensorreinigungskit

Die besten Ergebnisse erzielt man mit alokoholfreien Reinigungsmitteln und anschließendem trockenen Nachwischen. So wird festsitzender Schmutz gelöst, und etwaige Rückstände des Reinigungsmittels sowie gelöster aber nicht vollständig entfernter Schmutz werden restlos beseitigt.

Eine Feuchtreinigung sollte nie durchgeführt werden, ohne die losen Partikel vorher kontaktlos, also am besten durch Absaugen, entfernt zu haben. Wischt man nämlich direkt mit den Applikatoren, den sogenannten Sensor-Swabs, über den verschmutzten Sensor, besteht eine relativ große Wahrscheinlichkeit, dass man beim Wischen größere, nicht festsitzende Partikel über den Sensor schleift und diesen somit verkratzt. Deshalb ist das Absaugen von größeren Staubpartikeln vor einer Nassreinigung unbedingt notwendig. Wir halten fest:

Die optimale Lösung zur Entfernung von hartnäckigen Verschmutzungen auf dem Kamerasensor besteht aus insgesamt drei Schritten: 1) Absaugen von losen Schmutzpartikeln 2) Feuchtreinigung mit Sensor-Swabs 3) Abschließendes Trockenwischen.

Die Firma Green Clean aus Salzburg in Österreich bietet für genau diese Vorgehensweise die passenden Produkte an. Welche das sind, und wie man damit arbeitet, wollen wir in den nächsten Kapiteln beschreiben.

Notwendige Utensilien für die Sensorreinigung

Um eine professionelle Sensorreinigung durchzuführen benötigt man insgesamt 4 Produkte/Teile aus dem Green Clean Sortiment. Diese werden nachfolgend einzeln beschrieben. Sämtliche Reinigungsutensilien sind in unserem Online-Shop in der speziellen Produktgruppe Sensorreinigung einzeln erhältlich. Von Green Clean gibt es jedoch auch Sensorreinigungskits, wo sämtliche Utensilien, die man für eine professionelle Sensorreinigung benötigt, in einer Box enthalten sind. Diese Sensorreinigungskits gibt es in unterschiedlichen Größen, für Digitalkameras mit Vollformatsensor (24x36 mm Kleinbildformat) und für DSLRs mit kleineren Sensoren (APS-Format ähnlich).

Beginnen wir mit dem Absaugen von groben Staubpartikeln vom CCD/CMOS-Sensor. Zur Trockenreinigung per Absaugen benötigt man ein entsprechendes Absaug-System. Das System der Firma Green Clean dazu besteht aus einer so genannten Hi-Tech Druckluftdose sowie einem Mini Vacuum V-3000 Saugaufsatz.

Mini Vacuum V-3000 Saugaufsatz auf der Hi-Tech Druckluftdose

1) Hi-Tech Druckluftdose: Das Treibmittel der sogenannten Hi Tech Druckluftdose besteht aus einem speziellen Gemisch. Es hat gegenüber gewöhnlichen Druckluftsprays den Vorteil, dass das Gas nicht so schnell abkühlt und die Druckstabilität somit wesentlich länger gewährleistet ist.

2) Der Mini Vacuum V-3000 Saugaufsatz: Der Aufsatz wird auf das Gewinde der Druckluftdose geschraubt. Direkt oberhalb des Schraubgewindes befindet sich der Auslöser für die Druckluft. Daran befestigt ist ein Plastikrohr, das in einen Staubauffangbehälter mündet. Kurz vor diesem Auffangbehälter wird ein kleiner Plastikschlauch angeschlossen, an dessen anderen Ende die abriebfeste Saugdüse aus weichmacherfreiem Kunststoff befestigt wird. Durch die weichmacherfreie Herstellung der Düse aus einem speziellen Kunststoff aus dem medizinischen Bereich ist sichergestellt, dass darin keine Stoffe enthalten sind, die die Vergütung des Tiefpassfilters angreifen könnten.

Diese Konstruktion erzeugt bei Betätigung des Druckluftauslösers einen Unterdruck in Schlauch und Düse, durch dessen Sogwirkung sich Staubpartikel ohne weiteres ansaugen und direkt in den Auffangbehälter befördern lassen. Die Saugleistung ist hoch genug, um auch die Anziehungskraft des statisch geladenen Kamerasensors zu überwinden.

Die Wet&Dry Sensor-Swabs

Für die Feuchtreinigung benötigt man, wie bereits erwähnt, sogenannte Sensor-Swabs, sowie eine entsprechende Reinigungsflüssigkeit. Die Swabs bestehen aus Plastik-Spateln, an deren unterem Ende spezielle, sehr weiche Reinigungsmaterialien befestigt sind, die den Tiefpassfilter nicht beschädigen. Desweiteren sind diese Materialien fusselfrei, so dass sich davon keine Fasern lösen und auf den Sensor gelangen können.

Die Applikatoren von Green Clean kommen immer im Duo: Ein feuchter Reinigungs-Swab namens Wet Foam und ein trockener Reinigungs-Swab namens Dry Sweeper. In einem Sachet sind also immer jeweils ein Nassreinigungsstäbchen sowie ein Trockenreinigungsstäbchen enthalten. Bitte beachten Sie, dass es solche Reinigungsstäbchen in zwei verschiedenen Größen gibt: Für professionelle Spiegelreflexkameras mit Vollformatsensor, also einer Sensorfläche im klassischen Kleinbildformat 24 x 36 mm, gibt es die Sachets in 24 mm Breite; für semiprofessionelle DSLRs mit kleineren Sensoren gibt es die Sachets in 15 mm Breite.

Der Wet Foam Swab

3) Wet Foam Nassreinigungsstäbchen: Im Gegensatz zu vielen anderen Sensorreinigern sind die Wet Foam Swabs von Green Clean schon mit der richtigen Menge Reinigungsflüssigkeit versehen. Man braucht also nicht noch ein extra Fläschchen Reinigungsflüssigkeit, und man muss sich nicht um die richtige Dosierung kümmern, die wesentlich zur guten Reinigungswirkung beiträgt. Zu wenig Reinigungsflüssigkeit führt nämlich zu einer nicht vollständigen Sensorreinigung, zu viel Reinigungsflüssigkeit hinterlässt Schlieren und Reste auf dem Sensor.

Der Wet Foam Swab besteht aus einem sehr weichen schaumstoffartigen Gewebe. Das darin enthaltene Reinigungsmittel basiert nicht auf Alkohol sondern auf Wasser. Das hat den großen Vorteil, dass die Flüssigkeit nicht sofort verdampft: Festsitzende Schmutzpartikel lassen sich so wesentlich besser lösen. Um alle Überreste der Reinigungsflüssigkeit inklusive dem gelösten Schmutz zu entfernen, folgt anschließend die Trockenreinigung.

Der Dry Sweeper Swab

4) Dry Sweeper Trockenreinigungsstäbchen: Die Vorderseite des Trockenreinigungs-Swabs ist mit einem speziellem Tuch umwickelt, das sehr weich und extrem saugfähig ist, und somit sehr gut die Überreste der Feuchtreinigung aufnimmt. Die Ecken des Tuchs stehen etwas über den Rand des Plastikhalters hervor, so dass man damit gut in die Ecken des Sensors gelangt. Anders als man vermutet ist der Dry Sweeper in Wirklichkeit nicht absolut trocken, sondern ganz leicht feucht. Diese geringe Feuchtigkeit erleichtert die abschließende Reinigung. Schon leicht angetrocknete Reste des Reinigungsmittels können so besser aufgenommen werden.

Ein weiteres sehr praktisches Hilfsmittel von Green Clean ist die Clip & Flip Arbeitslupe. Das ist praktisch eine Brille ohne Bügel, dafür aber mit einer Klammer an der Oberseite. Damit kann man die Lupe an Schirmmützen festklemmen, und hat somit bei der Arbeit am Sensor beide Hände frei. Mit diesen Werkzeugen ist die Ausstattung für die Sensor-Reinigung komplett. Mehr benötigt man nicht. Sämtliche hier beschriebenen Reinigungs-Tools können Sie in unserem Online-Shop in der speziellen Warengruppe Sensorreinigung bestellen.

Vorbereitungen zur DSLR-Sensorreinigung

Bevor man mit der Reinigung loslegt, sollte man ein paar Vorbereitungen treffen. Zunächst ist es ratsam, sich einen Überblick über die Verschmutzung des Sensors zu verschaffen. Dazu machen Sie am besten eine Testaufnahme, so wie wir es auf unserer Seite über Sensorverschmutzung bei Digitalkameras beschrieben haben. Danach wissen Sie genau, wo auf dem Sensor sich der Schmutz befindet, und haben ein Referenz-Bild, das Sie für einen Vorher-Nacher-Vergleich nutzen können.

Zur Reinigung selbst sollten Sie sich einen hellen, möglichst sauberen, das heißt möglichst staubarmen Arbeitsplatz suchen. Hell sollte er sein, damit Sie gut in die Kamera hineinsehen und genau erkennen können, was Sie da eigentlich machen. Eine gute schwenkbare Lampe ist also sehr empfehlenswert. Weshalb der Arbeitsplatz möglichst staubarm sein sollte, erklärt sich von selbst.

Sehr wichtig ist, dafür zu sorgen, dass der Kamera während der Reinigung nicht der Strom ausgeht! Um an den Sensor heranzukommen, muss die Kamera in den Reinigungsmodus versetzt werden: In diesem Modus wird der Spiegel hochgeklappt und der Verschluss offen gehalten. Man hat dann durch die Objektivöffnung direkten Zugang zum Sensor bzw. zum Tiefpassfilter.

Um den Verschluss offen zu halten, benötigt die Kamera allerdings Strom. Geht der Strom aus, schließt sich der Verschluss, und der Spiegel klappt herunter. Man kann sich vorstellen, was passiert, wenn man dann gerade mit den Reinigungsutensilien im Kamerainneren zu Gange ist: Eine Beschädigung des Verschlusses und der Spiegelmechanik ist die sichere Folge.

Am besten schließt man die Kamera zur Reinigung also über das Netzteil an das Stromnetz an. Sollte das dazu nötige, aber meist für teures Geld extra zu bezahlende Zubehörteil nicht vorhanden sein, achten Sie unbedingt darauf, dass der Kameraakku voll geladen ist!

Während der Reinigungsarbeiten sollte die Kamera über ein externes Netzteil oder über einen vollen Akku mit Strom versorgt werden.

Desweiteren sollten Sie sich alle benötigten Utensilien bereit legen. Wenn Sie mit der Reinigung begonnen haben, sollte alles, was Sie dazu brauchen, in Griffweite parat liegen. Wenn Sie beispielsweise nach der Trockenreinigung erst aufstehen und die Sensor-Swabs für die Feuchtreinigung suchen müssen, ist das der Sache nicht dienlich. Abgesehen davon, dass solch eine Unterbrechung den konzentrierten Arbeitsablauf stört, gilt: Je länger die Kamera offen auf dem Tisch liegt, desto mehr neuer Staub fällt wieder hinein.

Durchführung der Sensor-Reinigung Schritt für Schritt

Sind alle Vorbereitungen getroffen, kann es losgehen: Nehmen Sie das Objektiv von der Kamera, schalten diese ein, und aktivieren den Reinigungsmodus. Der Spiegel klappt hoch, und der Verschluss öffnet sich. Legen Sie die Kamera dann vor sich auf einen stabilen Tisch.

Schritt 1: Absaugen loser Staubpartikel

Der erste Schritt der Reinigung ist das Absaugen loser Staubpartikel mit der Hi-Tech Druckluftdose und dem zugehörigen Mini Vacuum V-3000 Saugaufsatz. Die meisten Staubkörner können bei gutem Licht und ausreichender Sehkraft mit dem bloßen Auge erkannt werden. Eine helle Lampe mit schwenkbarem Lampenkopf leistet hierbei wertvolle Dienste, da man sie so einstellen kann, dass sie direkt ins Kamerainnere leuchtet. Die Clip & Flip-Arbeitslupe von GreenClean und die Testaufnahme können hier zusätzlich die Arbeit erleichtern.

Platzieren Sie die Saugkanüle möglichst nahe am Sensor, ohne ihn zu berühren

Führen Sie zur Reinigung die Öffnung der Saugkanüle möglichst nahe an den Sensor heran, ohne diesen zu berühren. Platzieren Sie die Kanülenöffnung über einem Staubkorn und saugen es auf. Wichtig ist, dass sie mit kurzen Luftstößen arbeiten. Das heißt in der Praxis: Halten Sie nicht den Druckluft-Auslöser gedrückt während Sie die Kanüle über die ganze Sensorfläche entlang führen, sondern arbeiten Sie punktweise: Bringen Sie die Kanülenöffnung über einen Schmutzpartikel und lösen kurz die Druckluft aus. Dann bewegen Sie die Kanüle ein wenig weiter, und drücken wieder kurz auf den Auslöser. So können Sie die ganze Sensorfläche Stück für Stück absaugen.

Bleiben Sie zu lange auf dem Auslöser, hat das trotz des speziellen Treibmittels der "Hi Tech" Druckluftdose einen Abfall des Drucks zur Folge, so dass nicht mehr die volle Saugleistung zur Verfügung steht. Desweiteren besteht beim Absaugen "in einem Schwung" die Gefahr, dass Sie durch die Bewegung knapp über der Sensoroberfläche den Sensor doch einmal berühren. Eine Berührung des Sensors mit der Kanüle ist dank deren weichmacherfreien Herstellung an sich zwar nicht weiter tragisch; wird die Kanüle dabei aber bewegt, entsteht schnell ein Kratzer auf dem Tiefpassfilter. Wenn Sie punktweise arbeiten, kann das nicht passieren.

Sobald Sie keine Staubkörner mehr erkennen können, und die ganze Sensoroberfläche abgesaugt haben, ist dieser Arbeitsschritt erledigt. Sie sollten nun den Reinigungsmodus beenden, und eine weitere Testaufnahme machen. In den meisten Fällen, wenn der Sensor nicht allzu stark verschmutzt war, ist dieser nun sauber. Falls nicht, können Sie nochmals absaugen, oder direkt mit der Feuchtreinigung weitermachen.

Schritt 2: Feuchtreinigung mit dem Wet Foam Sensor-Swab

Öffnen Sie die Verpackung des dafür benötigten Sensor-Swabs erst direkt bevor Sie ihn benutzen. Ist sie zu lange geöffnet, kann der Swab austrocknen, was die Reinigungswirkung herabsetzt und die Gefahr des Verkratzens erhöht.

Feuchtreinigung mit dem Wet Foam Swab

Wischen Sie also mit dem frisch ausgepackten Wet Foam Sensor-Swab in geraden Zügen über den Sensor. Achten Sie dabei darauf, nicht zu viel Druck aufzubringen. Reinigen Sie den Sensor mit sich überlappenden, durchgehenden Zügen zuerst von links nach rechts, und dann von oben nach unten. Das ganze können Sie mehrmals wiederholen.

Sollte sich ein hartnäckiger Fleck so nicht entfernen lassen, können Sie auch gezielt an dieser Stelle wischen. Danach sollten Sie aber nochmals den ganzen Sensor in durchgehenden Zügen abwischen, um die Reinigungsflüssigkeit wieder gleichmäßig zu verteilen.

Schritt 3: Trocken-Polieren mit dem Dry Sweeper Sensor-Swab

Nun sollten Sie zügig den Dry Sweeper auspacken, und damit mit leichtem Druck den Sensor trocken wischen. Arbeiten Sie nun von außen nach innen, das heißt, bewegen Sie den Swab vom Rand des Sensors in die Mitte, bzw. etwas darüber hinaus, und zwar von allen vier Seiten aus. Achten Sie auch hier darauf, dass sich die einzelnen Züge etwas überlappen, so dass keine Lücken dazwischen entstehen.

Trockenes Nachpolieren mit dem Dry Sweeper

Zwischen dem Feuchtwischen und dem Trockenwischen sollte möglichst wenig Zeit vergehen. Die auf dem Sensor verbliebenen Überreste der Flüssigkeit samt darin gelöstem Schmutz dürfen nicht eintrocknen, da sie sonst nur noch schwer mit dem trockenen Swab entfernt werden können. Sollte es doch einmal eintrocknen, verwenden Sie nochmals einen Wet Foam Swab, um die festgetrockneten Reste wieder aufzuweichen. Achten Sie darauf, dass alle Rückstände der Reinigungsflüssigkeit entfernt werden. Diese hinterlassen sonst große, verschmierte Flecken.

Wenn Sie fertig sind, beenden Sie den Reinigungsmodus, und machen erneut eine Testaufnahme. Wenn alles geklappt hat, werden Sie nun fast keine Flecken mehr erkennen. Ich schreibe deshalb "fast", weil eine absolute Staubfreiheit praktisch nicht realisierbar ist. Selbst nach einer gut ausgeführten Reiniung vom Service Center des Kameraherstellers ist der Sensor nicht zu 100% staubfrei. Die Flecken sollten nun aber so klein und in so geringer Anzahl vorhanden sein, dass Sie sich in der fotografischen Praxis nicht mehr bemerkbar machen. Denken Sie daran, dass solch eine Testaufnahme mit extrem erhöhtem Kontrast Flecken sichtbar macht, die man in einem normalen Foto nie erkennen würde.


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Sollten Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, können Sie die Reinigungsprozedur wiederholen - sooft, bis sich das gewünschte Ergebnis eingestellt hat. Machen Sie jedoch nicht den Fehler, bei einer wiederholten Reinigung energischer vorzugehen, und beispielsweise viel öfter über den Sensor zu wischen oder mehr Kraft aufzuwenden. Das hat meist die gegenteilige Wirkung, und der Sensor wird noch dreckiger als vorher. Im schlimmsten Fall können Sie so den Sensor beschädigen. Gehen Sie immer mit der gleichen Sorgfalt und Gelassenheit an die Reinigung heran. Will es einmal einfach nicht klappen, so machen Sie eine Pause, und versuchen es später oder am nächsten Tag erneut.

Bitte beachten Sie: Die Sensor-Swabs sollten nicht mehrmals verwendet werden. Benutzen Sie für jede Reinigung ein neues Set. Das ist wichtig, da vor allem der Dry Sweeper schnell ganz austrocknet, und die Reste der Reinigungsflüssigkeit nicht mehr richtig aufnehmen kann. Außerdem kann sich auf unverpackten Swabs Staub festsetzen, den Sie so wieder in die Kamera befördern würden und der unter Umständen den Sensor verkratzt.

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